Ein Quäntchen BITTER versüßt dir dein Leben :)

Wenn wir einkaufen gehen, stellen wir fest, dass es kaum noch Gemüse- oder Getreidesorten gibt, die wirklich deutlich bitter schmecken. Früher gabs noch bittere Gurken, Hirse & Karotten, die als Grundgeschmack einfach den bitteren hatten. Doch unsereins liebt’s eben süß, denn der süße Geschmack nährt & beruhigt uns. Der Kunde ist König, drum züchtet der Landwirt Obst, Gemüse & Getreide, die fast gar keine Bitterstoffe mehr aufweisen.

Warum schmeckt uns Bitteres eigentlich nicht so sehr? Diese Abneigung ist ja ganz natürlich, denn giftige Pflanzen enthalten bittere Alkaloide & deren wirklich sehr bitterer Geschmack bewahrt uns eben davor, uns durch deren Verzehr zu vergiften. Doch nicht alle bitteren Alkaloide sind giftig, so sind z.B. das Koffein im Kaffee oder das Theobromin im Kakao durchaus genießbar.

Die Bitterstoffe in unserer Ernährung fördern den Fluss unserer Verdauungssäfte, regen unsere gesamte Verdauungstätigkeit an & verursachen auch ein früheres Sättigungsgefühl. Sie unterstützen unsere Leber beim Entgiften, vermindern Gärungs- & Fäulnisprozesse in unserem Darm & sorgen dafür, dass aufgenommene Nahrungsfette besser verstoffwechselt & somit weniger als Fettpolster abgelagert werden.

 

BITTERE GEMÜSESORTEN SIND z.B…. Artischocke, Radiccio, Endivie, Rucola, Chicorée, Löwenzahn, Brokkoli, Pastinake, Petersilienwurzel, Kohlsprossen, rote Rüben (rote Bete)…und auch das Tomatenmark

BITTERE GETREIDESORTEN… Buchweizen, Hirse, Quinoa

BITTERE GEWÜRZE…
Kurkuma (Gelbwurz), Bockshornklee, Wachol- der, Muskatnuss, Paprikapulver

BITTERKRÄUTER…
Wermut, Liebstöckel, Rosmarin, Thymian, Ker- bel, Basilikum, Bohnenkraut, Salbei

 

Wir brauchen diese Bitterstoffe, um gesund zu bleiben & in früheren Zeiten wussten unsere Vorfahren das noch ganz genau! In der TCM macht der bittere Geschmack sogar ein eigenes Element aus, nämlich das des FEUERs.

Der Gegenspieler von bitter ist süß & der bittere Geschmack bringt auch Bewegung in den Energiefluss, der bei zu viel vom Süßen ja bald mal blockiert ist. Der bittere Geschmack harmonisiert vor allem auch vorhandene Energiestaus im Funktionskreis Leber, die häufig durch Stress & nicht gelebte Emotionen entstehen & leitet diese sprichwörtlich „nach unten‟ aus dem Körper hinaus. Mit dem bitteren Geschmack werden auf diese Art auch Schlacken & Schleim ausgeleitet & auch die nach unten gerich- tete Energie unseres Magens wird durch den bitteren Geschmack unterstützt.

Der bittere Geschmack hat aber auch einen entscheidenden Einfluss auf unser Essverhalten & unser Gewicht. Fehlt uns der bittere Geschmack, so sind wir automatisch dazu verleitet, mehr zu essen. Landwirte lassen deshalb ihr Vieh auf kultivierten Grünflächenweiden grasen, wo bittere Wildpflanzen „weggespritzt‟ wurden, damit die Tiere mehr fressen & an Gewicht zulegen!!!!

Bildquelle: nblxer – AdobeStock



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