die KRENwurzel/Meerrettich…schleimlösend bei Schnupfen & Husten

Bei uns in Kärnten gibt’s den KREN ja meist zu Ostern zur berühmten Osterjause. Ich geb ihn aber auch gerne in der kühleren Jahreszeit zu meiner Portion rote Rübensalat (VORSICHT: nicht für Kleinkinder verwenden!) & (wenn ich ihn mal selbst koche & ihn nicht die Omi für uns zubereitet) dann LIEBE ich ihn auch im Mitte stärkenden, wärmenden TAFELSPITZ 🙂

Kren ist auch als „Penicillin des Gartens“ bekannt, da er eine starke antibiotische Wirkung hat. Früher hieß es, dass man Kren nur in den Monaten, die ein „R“ enthalten, essen soll. Und es ist tatsächlich empfehlenswert, ab September Kren zu essen, da seine Schärfe hilft, unsere Harnwege zu desinfizieren.

 

Die KRAFT im KREN…
Das Prinzip, das unsere Augen tränen & die Nase rinnen lässt, entsteht erst beim Reiben von Kren. Kren hilft bei Erkältungskrankheiten, Schnupfen & auch bei Durchfall. In erster Linie hat er jedoch eine vorbeugende Wirkung gegen Harnwegsinfekte. Die Wurzel wirkt in frischem Zustand besonders anregend für Magen & Darm & fördert die Verdauung. Allerdings ist vor einer Überdosierung Vorsicht geboten, denn zuviel Kren kann die Schilddrüse schädigen & auch zu Magenentzündungen führen. Kren gilt als Ankurbler für die Fettverdauung.

 

Das GEHEIMNIS des KREN…
Die Wurzel enthält viel Vitamin C & Kalium, vor allem aber antibiotisch wirkende Senföle, die über Niere & Atemwege ausgeschieden werden. Das Penicillin aus der Küche wirkt antimikrobiell gegen verschiedene Bakterien & Pilze, die Infektionen der Harn- & Atemwege hervorrufen. In den Atemwegen lösen die Senföle den Schleim & erleichtern das Abhusten.

 

 

KREN in der Küche…
Was wäre ein Tafelspitz ohne Apfel- oder Semmelkren? Kren wird dabei nicht mitgekocht, sondern zum Schluß erst gerieben. Frisch gerieben ist er in Kärnten auch traditionell mit von der Partie bei der Osterjause. Und oft wird er einfach zu heißen Würsteln in den Senf gerieben. Krensaucen oder Krenobers schmecken zu geräuchertem Fisch oder zu kaltem Fleisch. Eine kleine Portion Kren gehört in jede Rindssuppe, in den Kartoffelsalat, zu Spinat, Kohl oder roten Rüben/Bete.

 

TCM-Wirkungen…
tonisiert das YANG
wirkt Wind-Kälte-Feuchtigkeit-Stagnation (Bi-Syndrom) entgegen
vertreibt Feuchte-Kälte in Lunge & Dickdarm
vertreibt Kälte & Feuchtigkeit aus dem Unteren Erwärmer

 

Anwendungsgebiete…
Müdigkeit, Kältegefühl
 Durchfall, Appetitlosigkeit
Blasenentzündungen
Erkältung, Schnupfen
Bronchitis mit weißem Schleimauswurf

 

ACHTUNG!
Kren ist eine Pflanze für Erwachsene! Kinder bis ca. 6 Jahre sollten ihn noch nicht essen. Vorsicht ist auch in der Schwangerschaft & bei eingeschränkter Nierentätigkeit geboten.

 

traditioneller Tafelspitz

Zutaten für 4 Portionen:
2 EL Essig
1 Zweig Thymian
90 dag Rindfleisch (Tafelspitz)
30 dag fein geschnittenes Wurzelgemüse (Karotten, Knollensellerie, gelbe Rüben)
12 kleine Erdäpfel, gekocht, geschält
2-3 Lorbeerblätter
einige Pfefferkörner
2 Knoblauchzehen
frisch gemahlenen Pfeffer aus der Mühle
3 EL frisch geriebenen Kren
frisch geschnittenen Schnittlauch
Salz

 

Zubereitung:
Das Rindfleisch in ca. 3 Liter leicht gesalzenes heißes Wasser einlegen, langsam köcheln & gelegentlich den entstehenden Schaum abschöpfen. Nach ca. 1 Stunde mit Lorbeerblättern, Knoblauch, Pfefferkörnern & Salz würzen. Wenn das Fleisch weich ist, die Hälfte der Suppe in einen separaten Topf gießen & darin die gelben Rüben, nach 2 Min. dann die Karotten & nach weiteren 2 Min die Selleriestreifen einlegen & bissfest kochen. Den Gemüsesud mit Pfeffer, Salz & Essig abschmecken, das Fleisch in fingerdicke Scheiben schneiden, mit dem Wurzelwerk anrichten, mit Kren berieseln & mit Schnittlauch garniert zu Salzerdäpfeln genießen 🙂

Ich wünsch Dir GUTEN APPETIT 🙂 Dieses Rezept findest Du auch in meiner Rezeptmappe “österreichische Küche meets TCM”.

Bildquelle: Hetizia – fotolia.com

Die empfohlenen Maßnahmen einer Ernährungsberatung nach Traditioneller Chinesischer Medizin dienen zur Wiederherstellung und Harmonisierung der körpereigenen Energiefelder bzw. Selbstheilungskraft und stellen keine Heilbehandlung dar. Dementsprechend ist die Ernährungsberatung nach TCM kein Ersatz für die ärztliche Diagnose und Behandlung. Eine Ernährungsberatung nach Traditioneller Chinesischer Medizin erfüllt keine medizinischen Zwecke.



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