vom richtigen Zeitpunkt: Merkmale für die “Beikostreife” deines Babys

Als Beikost wird die Nahrung bezeichnet, die zusätzlich zur Muttermilch (oder Fläschchennahrung) „bei-gefüttert“ wird. Dabei bleibt die Muttermilch auch im 2. Lebenshalbjahr das wichtigste Lebensmittel & soll durch die Beikost nur ergänzt werden. Der Zeitabschnitt der Beikost bildet somit einen Übergang vom Stillen/Fläschchennahrung zur Familienkost.

In den ersten Lebensjahren legen wir den Grundstein für unsere späteren Essgewohnheiten, aber auch für unsere Gesundheit, ebenso wie für Disharmonien (Krankheit). Wenn wir hier als Eltern eine gute Basis für unsere Kinder schaffen, können diese auch noch später davon zehren, bzw. kommen sie auch über die „Ernährungssünden“ in der Pubertät besser hinweg.

Generell zeigt ein Baby schon von selbst, wann es bereit ist, feste Nahrung auszuprobieren. Meist zeigt es dann mehr Interesse als sonst am Essen der Eltern bzw. greift auch selbst schon danach. Das ist beim einen Baby vielleicht schon vor den „obligatorischen“ 6 Monaten, beim anderen weit später. Als Mama sollte man sich diesbezüglich weder vom Kinderarzt, noch von der WHO oder sonst einem Ratgeber verunsichern lassen. Denn auch hier gilt wieder: Mama & Baby können NICHTS falsch machen…& „psst“: Auch NACH dem 6. Monat enthält die Muttermilch noch genügend Eisen & andere Nährstoffe fürs Baby. Empfohlen wird, frühestens nach der vollendeten 17. Lebenswoche mit der Beikost zu beginnen, weil erst mit Anfang des 5. LM die Entwicklung des Darms & der Nieren so weit vorangeschritten ist, dass neue Lebensmittel gut verdaut werden können.

 

Einige Merkmale für die „Beikostreife“ des Babys können sein:
✿ Das Baby kaut an allem intensiv herum, was es in die Finger bekommt (ACHTUNG: das kann auch ein einfaches Indiz vom Zahnen sein)
✿ Das Baby beobachtet sehr aufmerksam, was Mama & Papa essen & greift vielleicht auch schon nach deren Teller
✿ Das Baby kann Dinge selbst mit der Hand zum Mund führen
✿ Das Baby öffnet den Mund, wenn man ihm Nahrung anbietet
✿ Der Kau- & Beißimpuls ist schon voll ausgebildet, d.h. die Zunge schiebt den Löffel nicht mehr reflexartig aus dem Mund (Ausspuckreflex) & der Nahrungsbrei wird geschluckt
✿ Die ersten Zähne sind schon durchgebrochen
✿ Das Baby macht Kaubewegungen, während es andere beim Essen beobachtet

 

Wichtig ist, dass das Baby beim „geplanten“ Beikostbeginn weder kränkelt, noch zahnt oder sonst irgendwie „unrund“ ist. In diesen Fällen kann die Beikost schon noch warten, bis sie ganz bewusst wahrgenommen werden kann.

 

Wieviel jedes Baby essen mag, ist wieder sehr individuell. Und auch diesbezüglich sollte man sich als Mama nicht verunsichern lassen, wenn das Baby sich NICHT an folgende Mengen-„Richtwerte“ hält:

Babys mit 7 bis 8 Monaten: etwa 190 Gramm
Babys mit 9 bis 10 Monaten: etwa 220 Gramm
Babys ab dem 11. Monat: etwa 220 – 250 g

 

Mittlerweile sind Mama & Baby ja schon ein eingespieltes Team & haben gelernt, auf die Bedürfnisse des Anderen einzugehen & diese (wenn auch oft nach einer längeren Lernphase) auch zu erkennen. Während die eine Mama selbst fürs Baby kochen möchte, kauft die andere lieber Gläschenkost. Doch zur Gläschenkost kommen wir später noch. Erst schauen wir mal, was die Mama aus dem ganzen Dschungel der gut gemeinten Ratschläge für den Sprössling zaubern kann…

Bildquelle: Oksana Kuzmina – fotolia



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