CHILI

Die „heiße“ Chilischote zählt zu den Nachtschattengewächsen & hat etwa 30 unterschiedliche Sorten entwickelt! Die scharfe Chilischote als Zutat findet man vor allem in der asiatischen, indischen, afrikanischen, mexikanischen & ungarischen Küche. Dabei gibt’s milde Sorten & auch ganz scharfe, wie z.B. die Jalapenos, der unreif & roh gegessen wird. Gemahlenes Chilipulver wird oft auch als Cayennepfeffer bezeichnet & ist auch eher scharf im Geschmack.

Aus getrockneten Chilis kann man herrliche Saucen machen, die man dann zum Gemüse oder Fleisch isst. Dafür werden sie in warmem Wasser eingeweicht & in Butter oder einem anderen Fett gemeinsam mit Tomaten, Knoblauch, Pfeffer, Anis, Sesam & einem Hauch Bitterschokolade zu einer leckeren Sauce verarbeitet.

Chilis haben meist einen scharfen, beißenden Geschmack. Da sind aber auch noch andere Noten mit dabei wie z.B. fruchtig, süß, erdig. Jedoch ist es NICHT unser Geschmackssinn, der uns diese Schärfe schmecken lässt. Auf unserer Zunge gibt’s nämlich nur Rezeptoren für süß, sauer, salzig & bitter. Den Zugang zum scharfen Geschmack bekommen wir über unser Nervensystem, denn dort werden durch die Schärfe die Sensoren „alarmiert“, ebenso wie wir Hitze & Kälte oder aber auch Schmerz dort zu „spüren“ bekommen.

Scharfes Essen stellt somit für unseren Körper eigentlich eine Stress-Situation dar und in einer Stress-Situation schüttet unser Körper Endorphine aus, wie beim Schokolade-Essen oder beim Joggen („Runner’s High“). Und so kommt es, dass scharfes Essen in uns ein Gefühl von Glück & Zufriedenheit erzeugt…und somit auch SÜCHTIG machen kann.

 

 

die KRAFT im CHILI…
Aus Sicht der TCM öffnet der scharfe Geschmack, macht durchgängig & löst Stagnation auf. Der scharfe Geschmack spielt auch eine wichtige Rolle bei Erkältungskrankheiten, denn sobald Kälte in den Körper eindringt, verschließen sich die Poren & um die innere Kälte zu vertreiben, müssen die Poren geöffnet werden, was durchs Schwitzen ganz einfach erreicht wird. Daher sind Ingwertee & mit Chili gewürzte Speisen genau das Richtige, wenn man merkt, dass sich eine Erkältung anbahnt.

Scharfe Gewürze wie Chili wirken sich positiv auf die Verdauung aus, indem die Scharfstoffe die Transportgeschwindigkeit der Nahrung durch den Magen-Darm-Trakt beschleunigen. Sie beeinflussen auch die Muskelaktivität & die Durchblutung im Verdauungstrakt & regen die Tätigkeit der Verdauungsenzyme an.

Chili, Pfeffer, aber auch Knoblauch & Zwiebel haben auch eine besondere Wirkung gegen Bakterien. Daher macht’s in unseren Breitengraden vor allem im Winter Sinn, mit scharfen Gewürzen potentiellen Krankheitserregern den Garaus zu machen.

 

KI: Menschen mit empfindlichem Magen & Magenschleimhautproblemen reagieren auf Schärfe mit SCHMERZ. Daher auch bei Sodbrennen & Co nur ganz mild würzen.

 

 

TCM Funktionen …
reguliert & bewegt Qi
bewegt Blut
eliminiert Wind-Kälte
tonisiert Nieren YANG

 

TCM Anwendungsgebiete…
Qi Stagnation
Depression
Unsicherheit, Versagensangst
Durchblutungsstörungen, Kreislaufschwäche
Erkältung
rheumatische Erkrankungen
Arteriosklerose-Prophylaxe
stärkt das Immunsystem
zur besseren Verdauung fetthaltiger LM
für ein schnelleres Sättigungsgefühl
senkt den LDL-Cholesterinwert

 

 

 

Chili.Gewürzmischung selbst gemacht

Zutaten:
1-3 TL Chilischoten
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmel
2 TL Oregano

Zubereitung:
Alles mischen & mahlen & vor der Verwendung noch frischen Knoblauch hinzufügen.

 

 

Bildquelle: photocrew – AdobeStock

 

 

 

 

 

 



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